PortaSplit oder Monoblock: was der Aufbau wirklich ausmacht
Warum getrennte Einheiten effizienter kühlen, was das für Lautstärke und Stromkosten bedeutet – und wann ein Monoblock trotzdem reicht.
Das Grundproblem des Monoblocks
Ein Monoblock-Klimagerät steht komplett im Raum und schiebt die warme Abluft über einen Schlauch nach draußen. Dadurch entsteht ein leichter Unterdruck im Raum, der wiederum warme Luft durch Fugen, Türspalte und Fensterrahmen nachzieht.
Ein Teil der erzeugten Kühlleistung geht auf diesem Weg wieder verloren. Die PortaSplit umgeht das Problem konstruktiv: Kompressor und Wärmetauscher sitzen in der Außeneinheit, verbunden mit der Inneneinheit über einen flachen, nicht trennbaren Kältemittelschlauch. Es gibt keinen Abluftschlauch und damit auch keinen Unterdruck im Raum.
Effizienz und Stromkosten
Die PortaSplit ist beim Kühlen mit der Energieklasse A++ eingestuft. Testberichte bescheinigen ihr einen deutlich geringeren Stromverbrauch als vergleichbaren Monoblock-Geräten bei ähnlicher Kühlwirkung, weil kein Teil der Kälte für den Ausgleich der Unterdruck-Verluste aufgewendet werden muss.
Als grobe Orientierung: Bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh und rund sechs Betriebsstunden am Tag kann der Unterschied zwischen einer effizienten Split-Lösung und einem einfachen Monoblock im Hochsommer schnell einen zweistelligen Euro-Betrag pro Monat ausmachen. Das ist ein Rechenbeispiel zur Größenordnung, keine verbindliche Verbrauchsangabe für ein konkretes Gerät.
Lautstärke
Weil der Kompressor bei der PortaSplit in der Außeneinheit sitzt, bleibt die Geräuschkulisse im Raum geringer als bei einem Monoblock, dessen lauteste Komponente direkt neben dem Sofa oder Bett steht. Der Hersteller gibt für den Silent-Modus der Inneneinheit 39 dB(A) an.
Typische Monoblock-Geräte liegen laut Testberichten spürbar darüber, weil Kompressor und Lüfter gemeinsam im Wohnraum arbeiten. Für Schlafzimmer oder ruhige Arbeitsräume ist das ein relevanter Unterschied.
Wann der Monoblock trotzdem reicht
Eine getrennte Lösung lohnt sich nicht in jedem Fall. Wer die Klimaanlage nur an wenigen Tagen im Jahr braucht, keinen geeigneten Platz für eine Außeneinheit hat oder ein kleineres Budget einplant, ist mit einem Monoblock oft besser bedient.
- Nur seltene, kurze Nutzung an einzelnen Hitzetagen
- Kein geeigneter Fensterplatz oder keine Zustimmung für eine Außeneinheit
- Deutlich kleineres Budget als bei einer Split-Lösung
- Häufiger Wechsel zwischen Räumen oder Etagen: Die verbundenen PortaSplit-Einheiten wiegen zusammen rund 40 kg und lassen sich nicht mal eben umstellen
